Was hilft gegen Kater – Alkohol und seine Folgen

Wir wissen alle: Alkohol ist ungesund — und doch wollen viele von uns dem Alkohol nicht komplett abschwören. Manchmal sind es besondere Anlässe oder ein soziales Event, bei dem wir mit einem Glas anstoßen und selten sogar einen Kater haben. Manchmal hat man auch einfach Lust auf ein Glas Wein oder einen leckeren Longdrink.

Doch ist es wirklich so schlimm? Gibt es aus Paleo Sicht Unterschiede zwischen verschiedenen Sorten von Alkohol? Und was hilft gegen Kater, wenn ich doch einmal zu tief ins Glas geschaut habe?

Das sind nur einige der Fragen, die wir dir in unserem Artikel zum Thema Alkohol beantworten wollen.

Paleo und Alkohol

Welche Alkohol Sorte ist am „unschädlichsten“ – und was hilft gegen Kater?

Warum ist Alkohol ungesund?

Alkohol ist, medizinisch betrachtet, ein Lebergift. Das heisst, dass er grundsätzlich schädlich für unseren Körper ist. Doch wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift. Unser Körper ist in der Lage, eine gewisse Menge solcher Giftstoffe zu verkraften, ohne dass es sofort zu Gesundheitsschäden führt.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf verschiedene Alkoholsorten und -mengen. Dennoch kann eine Obergrenze durchschnittlich bei 40g reinen Alkohols pro Tag bei Männern und 20g bei Frauen gezogen werden. Um schlimme Folgen zu vermeiden, sollte diese Grenze nicht überschritten werden. Das bedeutet auch: Vom täglichen Alkoholkonsum ist auf jeden Fall abzuraten.

Wird die oben genannte Grenze von 20-40g Alkohol regelmäßig überschritten (im schlimmsten Fall jeden Tag), sind negative Auswirkungen auf die Gesundheit vorprogrammiert.

Neben der akut toxischen Wirkung die das auf unseren Körper hat, muss auch auf das Suchtpotential hingewiesen werden: Alkohol ist ein Rauschmittel, das Menschen körperlich und psychisch abhängig machen kann.

Relevante Faktoren sind dabei vor allem die Häufigkeit des Alkoholkonsums sowie die Anlässe und Gründe, aus denen wir trinken. In der Medizin wird im Anschluss an Jellinek allgemein zwischen 5 Alkoholikertypen unterschieden:

Die beiden ersten Typen der Problem- und Gelegenheitstrinker weisen hierbei keine körperlichen Suchtkennzeichen auf, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass hier „nur“ eine psychische Abhängigkeit vorhanden ist. Diese kann noch relativ leicht bekämpft werden.

Die Sucht-, Spiegeltrinker und der Quartalssäufer hingegen weisen starke Suchtkennzeichen auf. Sie sind entweder körperlich (Spiegeltrinker) oder psychisch stark alkoholabhängig und brauchen den Alkohol entweder, um im Alltag zu funktionieren, oder verfallen in akute Suchtphasen, in denen sie tagelang exzessiv durchtrinken.

Langfristige Folgen von Alkoholmissbrauch

Ein langfristiger und dauerhafter Missbrauch von Alkohol hat fatale Auswirkungen auf unseren Körper.

Lebererkrankungen

Alkohol ist mit Abstand die häufigste Ursache von Lebererkrankungen. Bei chronischer, also mehrjährigem Alkoholmissbrauch kommt es Schritt für Schritt zu Organschäden. Die Reihenfolge des alkoholbedingten Leberschadens ist folgende: Fettleber – Hepatitis – Fibrose – Zirrhose.

Zur Fettleber kommt es, weil das Zellgift Alkohol möglichst schnell abgebaut werden muss. Andere wichtige Aufgaben, wie der Abbau von Fett, bleiben deshalb unerledigt. Bei dauerhaftem Alkoholkonsum kommt es so zu Fettansammlungen in der Leber (die sich allerdings nach Beendigung des Alkoholkonsums wieder zurückbilden können).

Das Stadium einer alkoholbedingten Hepatitis, also einer Leberentzündung, ist da schon gefährlicher. Wird der Alkoholkonsum trotz des Befundes einer Fettleber nicht beendet, kann sich die Leber entzünden und Zellen können absterben. Die Hepatitis kann entweder als schwere Akuterkrankung mit starken Symptomen auftreten, bei der das Leberversagen droht, oder als unauffällige chronische Erkrankung zu einer Fibrose führen. Durch das Absterben von Zellen kommt es zu einer Veränderung der Leber, bedingt durch Narbengewebe, die zunächst als Fibrose und im weiteren Krankheitsverlauf als Zirrhose bezeichnet wird.

Im Frühstadium der Zirrhose kann sofortige Alkoholkarenz (also die Beendigung des Alkoholkonsums) die Prognose deutlich verbessern. Sind die Leberfunktionen allerdings zu stark eingeschränkt, muss eine Transplantation in Betracht gezogen werden.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Neben der Leber ist der Magen-Darm-Trakt besonders betroffen. Getränke mit einem Alkoholgehalt über 10 Volumenprozent fördern die Magensäureproduktion. Bei regelmäßigem Trinken führt dies zu Veränderungen und Entzündungen der Magenschleimhaut sowie Verdauungsstörungen (vor allem Fettverdauung).

Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel

Studien zeigen, dass eine Alkoholabhängigkeit, also der regelmäßige Konsum von zu viel Alkohol, auf Dauer zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen kann. Viel relevanter für Menschen ohne Alkoholproblem sind allerdings die Auswirkungen von Alkohol auf den Blutzuckerspiegel bei jedem Konsum, unabhängig von der Häufigkeit.

Denn es wurde ebenfalls herausgefunden, dass jedes Mal, wenn eine größere Menge Alkohol konsumiert wird, das Risiko besteht, dass der Blutzuckerspiegel fällt. Und dass bereits 50g reinen Alkohols (2 Gläser Wein) auf leeren Magen den Blutzuckerspiegel extrem senken können. Auch für einen gesunden Organismus hat dies Folgen: der Heißhunger setzt ein und somit steigt auch die Cheat-Gefahr. Paleolaner sollten sich dessen bewusst sein.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Alkohol als Zellgift auf jedes Organ im menschlichen Körper negative Auswirkungen haben kann, wobei die am häufigsten betroffenen Organe das Nervensystem, die Leber und der Magen-Darm-Trakt sind. Alkohol verlangsamt zudem die Fettverbrennung, was nicht nur zu Leberschäden führen kann, sondern auch zu Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes Mellitus. Weiterhin stört Alkohol erheblich einen erholsamen Schlaf und sollte deshalb nicht als Einschlafhilfe verwendet werden.

Darf ich trotzdem Alkohol trinken? 

Wird Alkohol in Maßen und nur gelegentlich genossen, muss nicht mit den beschriebenen schlimmen Folgen gerechnet werden.

Einige Studien belegen sogar positive Auswirkungen von einem Glas Rotwein pro Tag auf das kardiovaskuläre System, was zu einer Verringerung des Herzinfarktrisikos führen kann. Es muss hierbei aber beachtet werden, dass die Dauer solcher Studien meist nur auf wenige Wochen begrenzt ist und somit keine Aussage darüber getroffen werden kann, wie sich der tägliche Konsum von Rotwein über viele Jahre hinweg auf die Gesundheit auswirkt.

Auch ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du dir nach einem langen Arbeitstag oder einer gemeisterten Herausforderung als Belohnung etwas gönnst und ein Glas guten Wein trinkst.

Und gerade im sozialen Rahmen kommen wir immer wieder in Situationen, z.B. bei Feiern oder beim Ausgehen, in denen alle um uns herum etwas trinken und wir uns nicht selbst dadurch ausgrenzen wollen, dass wir nichts trinken. Alkohol lockert bekanntlich die Stimmung auf und macht so manche Feier ausgelassener.

Wir finden, dass man wie so oft das große Ganze im Auge behalten muss: Wer im Rahmen einer gesunden Lebensführung wie Paleo hin und wieder einmal Alkohol trinkt, weil er Lust darauf, der tut seinem Körper keinen zu großen Schaden.

Bier, Wein Schnaps – was ist „besser“? 

Festzuhalten ist als erstes: Alkohol ist prinzipiell nicht wirklich Paleo. Dennoch gibt es Studien, die beweisen, dass bereits unsere Vorfahren die organische Fähigkeit besaßen, den Alkohol aus Fallobst abzubauen, was ihnen einen entscheidenden Vorteil in Zeiten der Lebensmittelknappheit verschaffte und somit ihr Überleben sicherte.

Wenn wir trotzdem Alkohol trinken, ist es allerdings wichtig zu wissen, welche Alkoholsorten am wenigsten ungesund sind. Denn tatsächlich macht es aus Paleo Sicht einen Unterschied, was wir trinken. Zunächst können die Sorten in drei Kategorien eingeteilt werden: Biere, Weine und Spirituosen.

Bier

Bier ist in Deutschland das am häufigsten konsumierte alkoholische Getränk. Dennoch ist Bier mit der Paleo Ernährung nur sehr eingeschränkt kompatibel. Schließlich wird es aus Weizen, Gerste und Hopfen produziert. Flüssiges Getreide quasi, und damit genau wie Brot laut Paleo eigentlich strikt ausgeschlossen. Etwas besser sind glutenfreie Biersorten, die aber nach wie vor aus Getreide gewonnen werden, jedoch zumindest das so unbekömmliche Gluten ausschließen können. Verfügbare Marken sind hier Lammsbräu oder Schnitzerbräu.

Für manche Leute ist Cider (Apfelschaumwein) ein möglicher Ersatz für Bier. Dieser wird aus Äpfeln gewonnen und ist daher frei von jeglichen Getreideprodukten.

Wein

Dass Rotwein gesundheitsfördernde Wirkungen hat, ist bekannt. Rotwein ist definitiv die „harmloseste“ Wahl, wenn man auf Alkohol nicht verzichten möchte. Ein trockener Rotwein enthält wenig Zucker und beinhaltet darüber hinaus noch eine kleine Menge von Antioxidantien, z.B. Resveratrol. Dieser Wirkstoff beugt nachweislich Herzkrankheiten vor (fraglich ist nur, wie viel Wein man trinken müsste, um ausreichende Mengen des Antioxidants zu sich zu nehmen).

Weißwein enthält auch Antioxidantien, aber deutlich weniger als Rotwein, da vor der Gärung bei den Trauben für den Weißwein die Schale entfernt wird. Sekt und Champagner enthalten in der Regel mehr Zucker und sind deswegen mit Bedacht zu genießen.

Spirituosen

Hier gibt es große Unterschiede, hat doch jeder Schnaps bzw. jede Spirituose unterschiedliche Grundbestandteile. Auch wenn durch die Destillation normalerweise Gluten aus dem Getränk eliminiert wird, kann es unter Umständen doch noch Restspuren enthalten.

Wodka zum Beispiel gilt es zu meiden, da dieser überwiegend aus Getreide und Kartoffeln hergestellt wird.

Auch Whiskey sollte auf der schwarzen Liste stehen, da dieser aus Weizen, Roggen, Mais und Gerste bestehen kann, sowie manchmal nach der Destillation noch Malz hinzugesetzt wird. Gleiches gilt für Gin, der auch aus Weizen, Gerste und Mais besteht.

Besser ist da schon Rum, zumindest wenn er aus reinem Zuckerrohr gewonnen wird.

Brandy und Cognac basieren auf Wein und sind deshalb in Maßen in Ordnung. Aber auch hier auf eventuelle Zusatzstoffe achten.

Die Geheimwaffe ist hochqualitativer Tequila, basierend auf der Agavenpflanze. Dieser ist rein “pflanzlich“, glutenfrei, in guter Qualität auch ohne Zucker und hat angeblich die wenigsten Kalorien pro Volumenprozent Alkohol.

Beim Alkohol gilt: Qualität statt Quantität 

Ein Tipp, der auf viele Situationen anzuwenden ist. Doch beim Alkoholkonsum kann dieser Tipp zu einem deutlich besseren Wohlbefinden führen und dabei helfen, dass der Paleo Ernährungsplan trotz Feierlaune nicht komplett zerstört werden muss.

Denn wer den richtigen Alkohol in guter Qualität wählt, der bringt trotz Cheatens den Ernährungsplan nicht allzu sehr durcheinander: Wenn du die gleichen Regeln wie beim Essen beachtest und eine Alkoholsorte ohne Gluten, Zucker und Zusatzstoffe wählt, setzt du deinen Organismus zumindest nicht noch zusätzlichem Stress aus.

Man sollte sich außerdem an das Limit von 1-2 Drinks auf der Party halten und sich dafür mit guter Qualität belohnen. Einen Longdrink wählen, den man schon lange einmal probieren wollte oder einen, der an feuchtfröhlichen Abenden einfach das Loch im Geldbeutel zu sehr ausgeweitet hätte. Kenner werden übrigens erfreut sein – und wer weiß, vielleicht entstehen so auch ganz interessante Gespräche.

Tipp: Longdrinks statt Cocktails

Longdrinks bestehen üblicherweise nur aus zwei Komponenten, nämlich einer hochprozentigen und alkoholischen und einer nicht alkoholischen. Hier können die für die Ernährung am wenigsten Schaden anrichtenden Getränke gewählt werden.

So kann zum Beispiel ein hochwertiger Tequila mit Limetten und Mineralwasser gemischt werden, um den Zuckergehalt gering zu halten. Für diejenigen mit einem pikanteren Geschmack kann auch eine klassische Bloody Mary, ein Longdrink aus Tomatensaft, Vodka, Zitronensaft und Gewürzen, eine relativ Paleo-konforme Variante darstellen.

Cocktails sollten in Bars oder Clubs generell gemieden werden, da hierfür viele verschiedene Säfte, Aromastoffe und zuckerhaltige Liköre verwendet werden und somit ein Überblick nicht gewährleistet werden kann.

Was tun gegen Kater? Unsere Paleo-Tipps

Wir sind alle nur Menschen. Und trotz guter Vorsätze und besseren Wissens passiert es, dass wir einmal zu tief ins Glas geschaut haben. Das rächt sich spätestens am nächsten Tag mit einem schmerzhaften Kater. Doch es gibt einige einfache, Paleo-freundliche Tricks, die gegen einen Kater helfen, bzw. mit denen wir sogar vorbeugen können.

  1. Eine gute Grundlage schaffen: Da man davon ausgehen kann, dass auf einer Party Alkohol konsumiert wird und somit reichlich Kohlenhydrate aufgenommen werden, sollte man auf diese beim Essen größtenteils verzichten. Eine gute Basis schafft ein proteinreiches Gericht mit vielen guten Fetten, da diese die Magen- und Darmwände „auskleiden“ und der Alkohol so langsamer aufgenommen wird. Weiterhin sollte insgesamt ausreichend gegessen werden, da ein voller Magen die Alkoholabsorbtion verlangsamen kann. Wie wäre es bspw. mit einem deftigen Hackbraten?
  2. Wasser trinken: Die quälenden Kopfschmerzen entstehen durch die alkoholbedingte Dehydration des Körpers. Daher muss unbedingt viel getrunken werden, um dem entgegenzuwirken. Neben Wasser hilft auch Kokoswasser besonders gut, da es viel Kalium enthält. Am besten trinkst du schon den Abend über regelmäßig Wasser, und dann noch einmal vor dem Schlafen gehen
  3. Elektrolyte: Durch die Dehydrierung kommt es häufig auch zu einem Elektrolytmangel, der mit einem speziellen Elektrolytdrink ausgeglichen werden kann: hierfür einfach Kokoswasser mit dem Saft einer Limette und etwas Meersalz mischen. Der Limettensaft gleicht den ph-Wert aus und stabilisiert den Blutzucker und das Salz liefert wichtige Mineralstoffe. Aber was hilft gegen Kater besser als eine gute Rinderbrühe? Auch hier gilt: am Besten noch am gleichen Abend!
  4. Mitternachtssnack: Sehr praktisch ist die Vorbereitung einer Mahlzeit für die späten (oder frühen) Stunden nach der Party. Denn wer kennt ihn nicht, den Heißhunger nach dem Feiern und dem Alkoholkonsum? Damit dann nicht zur Pizza gegriffen werden muss, sollte eine Portion Paleo Food bereit sein, wenn man nach Hause kommt. Eine solche leicht verdauliche Mahlzeit hilft zusätzlich dabei, einen unruhigen Schlaf zu verhindern, sodass man am nächsten Morgen ein wenig erholter aufwacht. Tipp: Koche unter der Woche einfach größere Portionen, die du einfrieren kannst und dann am Wochenende als Mitternachtssnack bereit hast. Super eignet sich unser Schoko Chili.
  5. Bei Magenverstimmungen kann ein Sud aus frischem Ingwer zusammen mit etwas Honig helfen. Hierfür den Ingwer häuten, in feine Streifen schneiden und mit kochendem Wasser aufgießen. Nach ca. 5 Minuten die Ingwerstreifen entfernen und ein bis zwei Teelöffel Honig unterrühren. Dieser besondere Tee hilft nicht nur gegen die Übelkeit und das Unwohlsein, sondern schmeckt auch noch richtig gut.

Fazit: Alkohol – Spaß, aber bitte mit Augenmaß

Auch wenn wir dir die besten Paleo Tipps gegen Kater an die Hand geben, bleibt aber klar: Alkohol, gerade in größeren Mengen, sollte aus Paleo Sicht die Ausnahme sein — und nicht die Regel.

Gerade nach einem feierintensiven Abend oder Wochenende ist es umso wichtiger, direkt wieder auf einen gesunden Lebenswandel umzustellen — denn je länger man sich davor drückt, desto schwieriger wird es, wieder diszipliniert zu sein.

Wir finden: Im Rahmen eines ausgeglichenen Lebensstils darf der Spaß nicht zu kurz kommen — auch, wenn es in unserem Naturell liegt, dass dieser Spaß manchmal ein bisschen über die Stränge schlägt. Doch gerade mit einer ansonsten gesunden Paleo Ernährung verkraften wir eine gelegentliche Eskapade umso besser. Wenn du bewusst lebst und isst und auch einmal längere Phasen komplett ohne Alkohol einlegst, hast du nichts zu befürchten. Und so kannst du dich ohne schlechtes Gewissen auch auf das nächste Fest freuen.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen: Alkohol – pro oder contra? Wie haltet ihr es mit dem Trinken? Und was hilft euch am besten gegen Kater, wenn es doch einmal zu viel wurde?

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Geschrieben von Nico

Nico hat sich mit Paleo360 den Traum erfüllt, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. In seinem Alltag dreht sich sehr viel um Gesundheit und Fitness. Und da er auch ein Genießer ist, darf das Kochen natürlich nicht zu kurz kommen. Wenn die Möglichkeit besteht, verbringt er viel Zeit beim Wandern und Bergsteigen in den nahegelegenen Alpen. Nico auf Google+
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18 Kommentare

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  1. Arne //

    Mythos Resveratrol und das gläschen Wein.

    Resveratrol ist ein gesunder Stoff, den die Rote Traube mit sich bringt, richtig, aber um die richtige Wirkung beim Menschen nachweislich messen zu können, müssen schon gehörige Mengen von Resveratrol eingenommen werden.

    15mg wären das und wer das von Rotwein zu sich nehmen möchte, wird zum Alkoholiker. Ein Glas Rotwein enthält nicht einmal 0,1 mg von Resveratrol. Wer sich im Internet darüber erkundigen will, kann das gerne machen. Es sollten aber bitte seriöse Seiten sein. Allen Carr (bekannter Author von „Endlich Nichtraucher“) hat in seinem Buch „Endlich ohne Alkohol“, eine Quelle angegeben, indem der Sinn dieser Studie vollkommen falsch aufgefasst wurde.

    Die Menschen, die Resveratrol zu sich nahmen, bekamen dies in Tablettenform zu sich und wurden daraufhin auf die Wirkung von Resveratrol untersucht. Das kuriose dabei ist, dass in dieser Studie nach Alternativen gesucht wurde und dies dann im Vergleich zu 3 KG roten Trauben täglich oder drei Flaschen Wein täglich. Jedoch wurde dies abgeraten. Irgendjemand hat von diesen drei Flaschen Wein, ein gläschen Wein pro Tag umformuliert und es publiziert.

    Nun ist es jedem selber überlassen, inwiefern er dem Glauben schenken mag/will. Es gibt unzählige seriöse Studien, die ebenfalls von diesem Mythos „Ein Glas Wein hilft, wegen Resveratrol.“ weggehen, aber wir Menschen wollen eben häufig nur das Glauben, was uns Recht ist.

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  2. Lenni //

    Die beste Alternative zu Alkohol ist Cannabis! 100% paleo konform, kein Kater, keine Giftstoffe, geringes Suchtpotential. Als Gebäck ein echter Partyspass!

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    • Mauri //

      Das ist „natürlich“ auch eine Möglichkeit keinen Kater zu bekommen. ;-)

      Ich denke, man muss nicht alles so dogmatisch sehen. Paleo hin oder her. Wenn der abend cool war, muss man halt danach mal den Kater aussitzen.
      Man lebt nur einmal, und das Leben ist auch so schon voll mit Pflichten.

      Danke für die Tips!

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  3. Vicky //

    Hallo, ihr sagt ja Rum wäre auch noch in Ordnung aber mit was kann ich ihn Mischen ? Cola fällt ja nun weg ^^

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    • LatinaAlbina //

      Einen sehr guten Rum braucht man gar nicht mischen, da er sehr lecker einfach so „wegzusüffeln“ geht… ?

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  4. zur Baumkrone //

    Guter Artikel, danke dafür. Ob jemand Suchtstoff oder Genussmittel zu Alkohol sagt, bleibt allen selbst überlassen. Man soll konsequent sein, hat aber auch einen kulturellen Hintergrund. Paleo im Umfeld von nicht-paleo-praktizierenden umzusetzen bleibt eine Herausforderung. Die Dosis macht das gift. Vor hundertprozentern und dogmatikern sollte man sich hüten. Schönen Tach noch!

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  5. Andie //

    Ich finde, wenn man Paleo Lifestyle lebt, dann geht Alkohol mal garnicht. „Eat Move Sleep Feel“, da steht nichts von Suchtstoffen.

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  6. Nina //

    Hallo,

    Es tut mir Leid, aber ich glaube jemand sollte euch mal auf eure Doppelmoral aufmerksam machen…
    Erbsen meiden wegen schlechter Eigenschaften, aber Alkohol geht…janee is klaa…
    Sorry- aber BIG fail, da inkonsequent in jeglicher Hinsicht…!

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  7. Florian //

    Verstehe ich das richtig das ich bei Paleo Cider Trinken darf?

    Gruß Flo

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  8. Kellie //

    Was ist mit Schnaps aus heimischen Früchten?
    Klar, jede Menge Alkohol, aber ein Kirschwasser oder einen Willi , möglichst noch von eigenen Obstbäumen, zumindest aber von Obst aus der Region würde ich jedem Tequila oder Agavenschnaps vorziehen.

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    • Calli //

      Dann solltest du aber mal „richtigen“ Tequila probieren! Das Zeug was es im deutschen Handel fast ausschließlich gibt besteht nur zu 51% aus Tequila und wird mit billigem Zuckerrohrschnaps aufhefüllt. Daher der nicht so gute Geschmack und die Kopfschmerzen.

      Tequila aus 100% Agave hingegen gehört zu den edelsten und bekömmlichaten alkoholischen Geträken die man genießen kann. Besser als viele teuren Rum oder Whiskys die ich probiert habe.
      Schau mal nach den Matken Don Julio oder 1800.

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  9. Christian //

    Hallo,
    mich würde mal beim Thema Wein der Hintergrund für die Aussage: …Weisswein enthält weniger Antioxidation, weil bei den Trauben für diesen Wein vor der Gärung die Haut der Trauben entfernt wird… interessieren, wie sich der Autor das technisch vorstellt?! ;) Schält da einer jede Traube einzeln? Nein, Rot- und Weißwein werden vom Verfahren her alle gleich geerntet, gekeltert und vergoren. Wenn es einen Unterschied beim. Anteil der Antioxidationen gibt, dann nicht diesen.

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    • Kellie //

      Soweit ich weiß wird der Saft aus den Trauben herausgepresst.
      Man kann die alkoholische Gärung demnach vor oder nach dem auspressen der Trauben einsetzen lassen.
      Das ermöglicht zum Beispiel auch die Herstellung von weißem Wein oder Sekt aus roten Trauben (blanc de noir). Aber ich bin kein Experte.

      Antworten
      • Christian //

        Hallo kellie, du hast recht, dass die Trauben für den Wein gepresst werden. Der Vorgang heißt Kelltern, dafür werden alle Trauben nach Sorte (Weiß, Rot oder Rose) in der Kelter (Presse) in einem speziellen Verfahren gepresst. Das passiert heutzutage nicht mehr in einem Holzfass sondern in großen (ca. 2000-50.000 Liter Pressen) Edelstahl Pressen mittels Plane und Druckluft. Die Masse aus Trauben, Stielen, Brühe von bereits geplatzten Trauben und auch Insekten usw. landen alle in einem Vorgärtank.
        Vor dem Keltern mischt der Winzer nur Stoffe hinzu um ggf. die Menge an Traubenmost (Traubensaft inkl. Gerbstoffe, Dreck usw.) zu erhöhen.
        Die Gärung vor dem Keltern ist nicht möglich oder sinnvoll.
        Dein Beispiel, weißen Wein oder Sekt aus roten Trauben zu gewinnen ist d leider nicht richtig. Der Grund dafür ist die Färbung des Fruchtsaftes in der Traube, nicht die Farbe der Traubenhaut. Z.b Spätburgunder Weisherbst oder dein Blanc de Noir!
        Nach dem Kältern beginnt mit Zugabe von Enzymen die natürliche Gärung des Mostes. Wenn man das nicht will, mengt der Winzer Schwefel direkt in den Most nach dem Keltern. Viele Winzer verkaufen den dann sog. „Tot-geschwefelten“ Most direkt an die Kellerein. Die Kellerein können dann später die Gärung je nach Bedarf wieder starten und Wein herstellen.
        Ich kenne mich da schon besser als, als Winzer!
        Ich habe mich mittlerweile auch mal schlau gemacht, warum die Antioxiantien im Weißwein nicht so hoch sind wie im Rotwein. Der Grund sind die Gerbstoffe (u.a. Tannine) die wir als „pelzigen Belag“ auf der Zunge spüren, bei besonders trocken Rotweinen. Diese fehlen im Weißwein, da dieser kaum bis keine Tannine hat.

        Antworten
    • Florian //

      Natürlich gibt es einen Unterschied. Aber es ist generell nicht 100%ig korrekt was der Author schreibt. Der Rote Farbstoff sowie das Resveratrol befinden sich in der Beerenhaut der Trauben. Da man bei Weißwein keinen Farbstoff benötigt wird dieser meist wenige Stunden nach der Ernte ausgepresst.

      Beim Rotwein gibt es mehrere Methoden um den Farbstoff zu extrahieren. Was der Author meint ist die sogenannte Maischegärung hier werden die Trauben mitsamt der Schale vergoren. Der Alkohol löst dann die Farbstoffe.

      Weitere Möglichkeiten sind die Maischeerhitzung oder Erwärmung. Hier werden mittels Hitze die Zellen aufgespalten die den Farbstoff enthalten. Die Trauben werden anschließend gepresst und der Saft ebenfalls ohne Schalen vergoren.

      Bevor man hier mit irgendeinen Halbwissen Antwort sollte man sich vielleicht ein bisschen zurückhalten mit seinen Aussagen ;-)

      Und der Rotwein ist deshalb Gesünder weil die roten Trauben einfach mehr Resveratrol enthalten und nicht wegen der Art der Produktion.

      Antworten
  10. Margarete //

    Ich koche sehr gerne und habe vor, demnächst auf Paleo umzustellen. Dabei habe ich schonmal vorab versucht, einige meiner Lieblingsgerichte auf Paleo „umzubauen“. Das ist oft gar nicht so schwer. Nun frage ich mich, wenn etwas mit Wein abgelöscht wird und lange kocht – zum Beispiel ein Gulasch was 2 Stunden schmort – ist der Wein dann ok, weil der Alkohol verkocht oder eher nicht?

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  11. Richard //

    Hallo,
    mich würde interessieren wie es sich verhält mit Alkohol zu kochen.
    Ist es schädlich seine Gerichte mit z.B. Rotwein abzulöschen?
    Viele Grüße, Richard

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