Der große Kaffee Vergleich

Kaffee – die „Droge“ der Nation. Fast jeder trinkt das wachmachende Heißgetränk – auch wenn sich die Medien oft nicht einig sind, ob Kaffee nun gesund ist oder nicht. Bei den gesundheitsbewussten Paleolanern ist Kaffee aber sehr beliebt und wird oft als Bulletproof Coffee genossen – mit ganz viel Fett.

Wie bei so vielen „Lebensmitteln“ hängt es aber vor allem von der Qualität ab, ob Kaffee nun positive Effekte auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Konsumenten hat. Wir nehmen in diesem Kaffee-Vergleich mal jene Marken unter die Lupe, die sich mit besonderer Qualität, gutem Geschmack und geringer Toxinbelastung rühmen.

In diesem Test betrachten wir die Marken 360° rundum ehrlich, Bulletproof Coffee, Coffee Circle, Flowgrade, Primal State und Sonsana und vergeben natürlich unser Paleo360 Gütesiegel und den Award für das Paleo Produkt des Jahres.

Vorab: Der Sieger ist der Honduras Arabica Hochland Kaffee von 360° rundum ehrlich (BESTELLEN).

Paleo Kaffee Bulletproof Vergleich

Kaffee: Kriterien für Qualität

Bohne & Anbau: Wo wachsen die Bohnen (Land, Höhenlage, etc.)? Vor der Aufbereitung werden die Bohnen übrigens als Kirschen bezeichnet. Auch wenn es sicherlich viele Anbaugebiete mit leckerem Kaffee gibt, so führen höher gelegene Anbaugebiete doch zu langsamerem Wachstum und damit intensiverem Geschmack.

Aufbereitung: Wie und wann werden die Bohnen geröstet? Wie frisch kommen Sie zum Kunden?

Nachhaltigkeit & Umwelt: Wird auf fairen Handel wertgelegt? Wird der Umweltaspekt bei Verpackung & Transport berücksichtigt?

Toxine: Vor allem die Gemeinde um die Marke „Bulletproof Coffee“ aus den USA postuliert, dass Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) im Kaffee für gesundheitliche Nachteile Sorgen. Diese sekundären Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen machen den Kaffee angeblich bitter & unbekömmlich und seien darüberhinaus „mitverantwortlich“ für Krankheiten wie Bluthochdruck, Krebs und Nierenschäden. Wie schädlich diese Mykotoxine in kleinen Mengen wirklich sind, lassen wir mal offen für die Diskussion. Wenn man nicht jeden Cent umdrehen muss, macht es aber auf jeden Fall Sinn auf die Qualität der Bohnen zu achten und in Marken zu investieren, die ihre Kaffeebohnen auf Mykotoxine (z.B. Ochratoxine, Aflatoxine) prüfen lassen. Auch wenn die Einfuhrbestimmungen für Kaffee in die EU schon ziemlich streng sind.

Geschmack: Mild, bitter, sauer, fruchtig,… Wie schmeckt der Kaffee eigentlich? Kann man ihn gut „schwarz“ trinken? Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, deswegen versuchen wir hier objektiv zu bleiben. Getestet wurde jeweils mit einer French Press (Pressstempelkanne) und mittelgrob frisch gemahlenen Bohnen bei einer Kontaktzeit von ca. 4 Minuten. Da der Koffeingehalt von vielen Parametern (Mahlgrad, Wassertemperatur, Filtermethode, Röstgrad) abhängt, wird dieser hier nicht bewertet.

>> Kaffee richtig zubereiten – so geht’s. 

Preis: Klar, Qualität hat seinen Preis. Deswegen sind die Kaffees vom Preis her mit Sicherheit nicht mit den Großpackungen aus dem Discounter zu vergleichen. Wir finden das in Ordnung, betrachten aber natürlich auch, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Siegel: Basierend auf den Ergebnissen, bekommt die jeweilige Kaffeesorte das Paleo friendly bzw. das Paleo perfect Siegel?

Arabica Hochland Kaffee von 360° rundum ehrlich

 

Produkttest Kaffee 360 rundum ehrlich
„360° rundum ehrlich“ – der Name des Projekts verspricht schon viel. Die Gründer Jan & Maik haben sich auf die Fahnen geschrieben ausschließlich Produkte anzubieten die ehrlich, transparent und nachhaltig sind.

Sie kombinieren die Leidenschaft für Kaffee mit dem Bestreben den besten & bekömmlichsten Kaffee anzubieten. Dabei setzen sie nicht nur auf das Feedback der Konsumenten sondern auch auf labortechnische Überprüfungen ihres Kaffees auf Mykotoxine. Mehr Infos zu dem Projekt gibt es in einem netten Interview auf rundumehrlich.de. (die Ähnlichkeit von „360°“ im Namen ist übrigens rein zufällig)

Bohne & Anbau: Honduras Arabica Hochland Kaffee – ohne Pestizide oder Dünger – Bio

Aufbereitung: Nur reife Bohnen, handgepflückt – gewaschene Aufbereitung – schnelle Trocknung

Nachhaltigkeit & Umwelt: Faire Bezahlung – Kinderarbeit wird verhindert – Förderung weiblicher Kaffeebauern – Verpackung durch Menschen im Behindertenhilfswerk – umweltfreundliche Verpackung.

Toxine: Auf Anfrage stellten uns die Gründer die detaillierten Testergebnisse aus einem Labor zur Verfügung. Und diese sind beeindruckend: Alle gemessenen Mykotoxine (Aflatoxin B1, B2, G1 & G2 sowie Ochratoxin A) liegen nicht nur unterhalb der Grenzwerte sondern unterhalb der Nachweisgrenzen. D.h. die Messverfahren finden nicht die geringsten Spuren.

Geschmack: „Rundum“ lecker. Was uns besonders gut gefällt ist der geringe Säuregehalt, den man oft bei herkömmlichen Kaffee anfindet. Der Kaffee von rundum ehrlich schmeckt kräftig aber auch nicht so sehr, dass man ihn nicht schwarz trinken könnte. Aber das hängt natürlich auch von Zubereitungsart und Brühzeit ab.

Preis: 4,76 € / 100 g (250 g Packung) oder 3,98 € /100 g (500 g Packung)

Siegel: PALEO360 perfect! Mit Ausrufezeichen. 360° rundum ehrlich überzeugt mit Qualität, Geschmack, Nachhaltigkeit, einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und Transparenz.

Kaufen: Bei AMAZON

Bulletproof Coffee – normal

 

Produktest Kaffee Bulletproof
Bulletproof Coffee“ ist wohl mittlerweile Jedem in der Paleo Szene ein Begriff. Die vom tibetischen Butterkaffee inspirierte Zubereitungsart mit MCT Öl und Butter wird vom US-Biohacker David Asprey vermarktet, und das nicht gerade verhalten.

Die „Upgraded Coffee Beans“ werden ebenfalls auf einen geringen Gehalt an Mykotoxinen optimiert um eine gute Bekömmlichkeit, gesundheitliche Vorteile und eine angeblich gesteigerte Leistungsfähigkeit zu garantieren.

Bohne & Anbau: Guatemala Arabica Hochland Kaffee von Bio-Farmen – ohne Pestizide oder Dünger

Aufbereitung: Nur reife Bohnen, handgepflückt – Röstung in den USA.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Auch wenn Bulletproof seine Bohnen nicht von Fair Trade Farmen bezieht so geben sie an, einen gewissen Anteil in Umweltprojekte zu investieren. Die Verpackung und das generelle Auftreten der Firma scheinen aber keinen Hinweis auf einen gesteigerten Fokus auf Nachhaltigkeit & Umweltfreundlichkeit zu legen.

Toxine: Da der geringe Gehalt an Mykotoxinen eines der Hauptverkaufsargumente ist und immer wieder auf die unabhängigen Labortests verwiesen wird, glauben wir ihnen mal. Allerdings ist es schon schade, dass man bei so einer „professionellen“ Firma die Laborwerte online nicht einsehen kann.

Geschmack: Getestet wurde der „normale“ Upgraded Coffee von Bulletproof. Mittlerweile bietet Bulletproof verschiedene Röstungen und sogar koffeinfreien Kaffee an. Der Kaffee schmeckt angenehm mild hat aber irgendwie auch keinen richtigen „Charakter“. Mit viel Fett spielt das aber wahrscheinlich auch nicht so die Rolle…

Preis:  ab 8,72 € / 100 g (250 g Packung)

Siegel: PALEO360 friendly. Sicherlich ein guter Kaffee, aber die mangelhafte Transparenz (Nachhaltigkeit, genaue Toxinwerte) führt zu Punktabzügen. Und der extrem hohe Preis.

Kaufen: Bei AMAZON

Coffee Circle – Limu

 

Produkttest Kaffee coffee circle
Cofffee Circle hat sich auf äthiopischen Kaffee spezialisiert und legt einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und die Unterstützung der Bauern aus der Region. Neben vielen unterschiedlichen Kaffeesorten wird auch diverses Zubehör angeboten.

Bohne & Anbau: sortenreine Arabica Hochland Bohnen aus äthiopischen Waldgärten – biologischer Anbau (nicht zertifiziert), ohne Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln.

Aufbereitung: handgepflückt – traditionelle, schonende Trommelröstung für einen besonders magenfreundlichen Kaffeegenuss mit wenig Säure.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Coffee Circle ist bekannt dafür besonders auf Nachhaltigkeit zu achten und ist aus der Idee entstanden auch schwache Länder in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen. Im Bereich Kaffee mit einem besonderen Fokus auf kleinbäuerliche Strukturen in der Region (1 € / kg geht an Entwicklungsprojekte). Super finden wir, dass auf der Produktseite detaillierte Informationen zum Anbaugebiet zu finden sind.

Toxine: Leider keine Angaben / Messwerte.

Geschmack: Generell ausgewogen und nicht zu dominant. Leicht süßlich und schokoladig im „Abgang“.

Preis:  ab 2,54 € / 100 g (350 g Packung)

Siegel: PALEO360 friendly. Toller Kaffee, noch tolleres Projekt mit einem absolut nachhaltigen und unterstützenswerten Ansatz. Und der Preis ist ungeschlagen. Wenn jetzt noch die Toxinwerte bekannt wären, würde es auch ein „perfect“ geben.

Kaufen: Bei AMAZON oder coffee circle

Kaffee Vergleich French Press

Den Kaffee Vergleich haben wir mit einer French Press absolviert.

Flowgrade Coffee Biohacker Edition

Produkttest Kaffee flowgrade
Flowgrade ist quasi das deutsche Pendant zur Marke Bulletproof mit klarem Fokus auf Biohacking & Leistungsoptimierung, kommt aber deutlich offener und freundlicher daher als das amerikanische Vorbild.

Auch hier wird darauf wertgelegt zu betonen, dass der Kaffee reich an Antioxidantien ist und einen geringen Gehalt an Mykotoxinen aufweist.

Bohne & Anbau: hochgelegenes Anbaugebiet in Brasilien, ohne Chemikalien (Herbizide, Pestizide usw.)

Aufbereitung: Nur reife Bohnen, handgepflückt. Die grünen Bohnen werden daraufhin in einer schonenden Trommelröstung in kleinen Mengen sehr leicht geröstet, um die Toxinentwicklung durch die Röstung zu minimieren. Der Kaffee wird innerhalb von 3 Monate nach Röstung verkauft, um den höchsten Nährstoffgehalt und den niedrigsten Toxingehalt zu gewährleisten

Nachhaltigkeit & Umwelt: Auch wenn die kleine Farm aus Kostengründen kein Fair Trade Zertifikat besitzt, so versichert uns Flowgrade trotzdem, dass sowohl auf Nachhaltigkeit im Anbau als auch auf absolut faire Gehälter geachtet wird.

Toxine: Nach Aussage von Gründer Max Gotzler kommt der Kaffee gerade aus dem Labor und hat im Test mit 5 anderen, vergleichbaren Kaffeesorten (darunter auch Bio und Demeter) nachgewiesen sehr niedrige Toxinwerte und den geringsten Zuckergehalt (!!!). Wir haben bereits eine Zusammenfassung des guten Testergebnisses gesehen. Die genauen Werte werden hier nachgereicht, sobald wir diese erhalten haben.

Geschmack: Getestet wurde der „Flowgrade Coffee Biohacker Edition“. Eine leichte Röstung mit mildem Aroma und fruchtigen Tendenzen.

Preis:  ab 5,18 € / 100 g (250 g Packung)

Siegel: PALEO360 perfect. Man merkt die Liebe von Gründer Max zu seinem Produkt. Geschmack, Toxinwerte und Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Und was für die Biohacking-Community gut genug ist, sollte auch unseren Ansprüchen genügen. Optimierungspotential besteht vielleicht noch in einer umweltfreundlicheren Verpackung.

Kaufen: Bei AMAZON und bei Flowgrade

Primal State – primal coffee

 

Produkttest Kaffee primal state
Auch Primal State von Janis Budde ist im Bereich Biohacking aktiv und vertreibt Produkte zur Optimierung der eigenen Leistungsfähigkeit.

Bohne & Anbau: Der Kaffee ist ein Mix aus Bohnen aus Honduras und Kolumbien.

Aufbereitung: Betont wird die schonende Röstung für den Erhalt der Antioxidantien und einen geringen Gehalt an Chlorogensäure, die vielen Menschen Magenprobleme macht. Gleichzeitig sei es schonender für Antioxidantien und Fettsäuren im Kaffee.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Primal State bezieht seinen Kaffee von der Berliner Kaffeerösterei, die laut ihrem Internetauftritt auf faire Bezahlung achtet.

Toxine:  Tests auf Mykotoxine werden nicht durchgeführt, da die laut Primal State die Einfuhrregelungen in der EU so streng sind, dass es überflüssig ist.

Geschmack: Der Geschmack selbst ist mild, aber nicht „langweilig“. Wirkliche Kenner würden ihn vielleicht als komplex bezeichnen.

Preis:  4,99 € / 100 g (500 g Packung)

Siegel: PALEO360 friendly. Ein leckerer Kaffee, der sich auch an die anspruchsvolle Biohacking Community richtet, allerdings ohne Tests auf Mykotoxine daher kommt.

Kaufen: Bei AMAZON

Sonsana S1 Robusta

produkttest kaffee sonsana
Die junge Firman Sonsana aus Regensburg weicht vom Arabica Trend ab und bietet als bisher einziger Testteilnehmer Premium Robusta Bohnen an, auch mit dem Fokus auf „Leistungssteigerung“.

Bohne & Anbau: Der Sonsana S1 ist ein reinsortiger Singte Estate Robusta aus Indien, der ausschließlich im Schatten angebaut wird.

Aufbereitung: Kirschen werden einzeln von Hand geerntet, schonende Trommelröstung in Deutschland für einen magenschonenden Kaffee mit geringem Säureanteil. Die Bohnen kommen in einer wiederverschließbaren & atmungsaktiven Verpackung.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Sonsana importiert selbst direkt, fair & klimaneutral, der Kaffee lässt sich bis auf die Farm zurückverfolgen.

Toxine: Bisher noch keine Angaben, die Gründer versprachen aber die Ergebnisse zeitnah nachzureichen.

Geschmack: Schon der Geruch unterscheidet den S1 von seinen Konkurrenten. Deutlich milder aber trotzdem charakterstark – ein sehr interessanter Geruch. Der Geschmack ist sehr mild, was die Aromen (Schokolade) des Kaffees aber in diesem Fall stark betont. Uns schmeckt er sehr gut. Wissen sollte man außerdem, dass der Robusta (allgemein) über einen bis zu vierfach höheren Koffeingehalt verfügt.

Preis: 2,40 € / 100 g (500 g Packung)

Siegel: PALEO360 friendly. Der Sonsana S1 ist ein außergewöhnlicher Kaffee zu einem guten Preis von einer Firma, die auf Transparenz, Exzellenz und Nachhaltigkeit setzt. Das R Zertifikat vom Coffee Quality Institute bestätigt das. Wenn jetzt noch die Toxinwerte stimmen (werden nachgereicht) kann es auch noch „perfect“ werden. (Sonsana war ein „Nachzügler“ und wurde deswegen bei der Wahl zum „Produkt des Jahres“ nicht berücksichtigt)

Kaufen: Bei Amazon oder direkt bei Sonsana

Fairtrade Arabica Kaffee von Happy Coffee

Produkttest Kaffee happy coffee
Happy Coffee ist ein fair gehandelter Kaffee aus kontrolliert ökologischem Anbau und wird direkt aus der Region Chiapas an den Hängen der Sierra Madre (Mexiko) importiert und in Hamburg geröstet.

Bohne & Anbau: Bei den Bohnen von Happy Coffee handelt es sich um Single Origin Arabica von der Kleinbauern Kooperative Tierra Nueva in der Region Chiapas in Mexiko – inkl. Bio-Siegel.

Aufbereitung: Die Bohnen werden 16-20 Minuten im Trommelröster in Hamburg geröstet, und das in Kleinstmengen. Dadurch ist der Kaffee immer frisch. Angeblich landet kein Produkt (500g oder 1000g) später als 1-3 Wochen nach Röstung beim Kunden.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Happy Coffee betreibt Direktkauf und verzichtet auf Fair Trade Siegel. Stattdessen fliegen die Gründer selber 1x pro Jahr nach Mexiko um vor Ort zu prüfen und zu unterstützen.

Toxine: Bisher noch keine Angaben.

Geschmack: Der Kaffee ist fast frei von geschmacklicher Säure und sehr gut verträglich. Der Geschmack ist sehr mild (für meinen Geschmack fast schon zu mild). Der Espresso ist wie erwartet etwas ausdrucksstärker und überzeugt mit würzig schokoladigen Nuancen.

Preis: ab 2,59 € / 100 g (1000 g Packung)

Siegel: PALEO360 friendly. Die Bohnen von Happy Coffee (sowohl der „normale“ Kaffee als auch der Espresso) überzeugen durch einen soliden (und nicht allzu „wilden“ Geschmack). Die Liebe der Gründer zum Detail und der direkte Kontakt zur Farm nach Mexiko überzeugen. Leichte Abzüge gibt es für den fehlenden Test auf Toxine. (Happy Coffee war ein „Nachzügler“ und wurde deswegen bei der Wahl zum „Produkt des Jahres“ nicht berücksichtigt)

Kaufen: Bei Amazon oder direkt bei Happy Coffee

Paleo360 Kaffee des Jahres

Wir können uns glücklich schätzen so viele Lieferanten für hochwertigen Kaffee zu kennen. Bei diesem Test gab es wirklich keinen, der wirklich schlecht abschneidet. Alle Kaffees glänzen auf bestimmten Gebieten, haben aber auch signifikante Preisunterschiede (den besten Preis bieten Coffee Circle und Sonsana). Dennoch ragt ein ganz bestimmter Kaffee besonders heraus. Unser Testsieger und damit Paleo360 Produkt des Jahres in der Kategorie „Kaffee“:

der Honduras Arabica Hochland Kaffee von 360° rundum ehrlich 

Was ist euer Lieblingskaffee? Gibt es andere Marken, die wir noch testen sollen? 

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Geschrieben von Nico

Nico hat sich mit Paleo360 den Traum erfüllt, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. In seinem Alltag dreht sich sehr viel um Gesundheit und Fitness. Und da er auch ein Genießer ist, darf das Kochen natürlich nicht zu kurz kommen. Wenn die Möglichkeit besteht, verbringt er viel Zeit beim Wandern und Bergsteigen in den nahegelegenen Alpen. Nico auf Google+
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18 Kommentare

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  1. Conny weskamp //

    Hallo, für mich ist der Kaffee von Troxler Werkstätten in Wuppertal der Beste und hier die Sorte Morgenröte. Würde mich freuen, wenn ihr den auch testen könntet.
    Vg Conny

    Antworten
  2. Dany //

    Hallo :) es gibt einen Kaffee aus einer „Stuttgarter“ Rösterei: Delisophie Cafe Crema… wir trinken ihn als normalen Kaffee oder ich lieber als Espresso. Er ist verhältnismäßig relativ teuer, aber jede Bohne ist ihr Geld wert! Habe noch nie einen so wundervoll runden, säurearmen, nach Schokolade schmeckenden Espresso/Kaffee getrunken!! Ich weiß jetzt nicht ob ich die Website hier posten darf, deshalb mach ich es mal einfach ;) delisophie.de (sorry Seite wird gerade bearbeitet falls Ihr nicht rein kommt :( ) Ansonsten: macht weiter so!! finde Eure Seite einfach super!!
    LG
    Dany

    Antworten
  3. stefanie //

    gibt es eigentlich einen espressokaffee, der sich besonders für den bulletproof coffee eignet? den vertrage ich zum einen besser und vom geschmack her liegen in der regel welten dazwischen..

    vlg, stefanie

    Antworten
  4. Biggi //

    Polystyrol (PS), eine Beschichtung, die auch bei Nüssen verwendet wird (im Paleo-Bericht über Plastik) – wird diese nicht auch bei allen Kaffeeverpackungen eingesetzt oder sind Fairtrade Kaffee-Verpackungen innen anders beschichtet?

    Antworten
  5. Robert Podolski //

    Sehr gut, sehr interessant und sehr informativ geschrieben. Echt prima.
    Ich persönlich hätte das gern noch zu Espresso. Würd mich echt freuen
    Danke

    Antworten
  6. Tobi //

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Mich würde noch der Single Origin von Feichtinger in dem Ranking interessieren, da ich mich zur Zeit intensiver mit dem Kaffee und BPC beschäftige und in dem Rahmen auch auf diesen Kaffee gestoßen bin:-)

    Antworten
  7. Linda //

    Hey Nico und paleo360 Team,
    Ich finde es super, dass ihr euch auch dem Thema Kaffee widmet. Mir persönlich fehlen hier dennoch wichtige Aspekte.
    Zum Einen geht ihr leider gar nicht auf den Unterschied zwischen fair und direct trade ein, wobei das ein himmelweiter Unterschied für die Bauern ist. Fair trade bedeutet lediglich eine Art Mindestlohn, der nur geringfügig über dem ausbeuterischen Börsenhandelspreis liegt. Auch existieren Unterschiede zwischen fair trade von z. B. Gepa und Supermarkt-fair trade.
    Im Direkthandel wird der Kaffee direkt von den Bauern vom Röster oder Kleinstimporteur gekauft. Ohne Börse – die Bauern erhalten oft das 4fache des fair trade Preises, und erst damit einen gerechtfertigten Gegenwert für die Bohnen. Da es im direkten Handel keine Siegel gibt, ist die Transparenz zum kaffeeursprung und das Vertrauen in den Röster hier ausschlaggebend.
    Das zweite Kriterium, das mir fehlt ist das Thema Spezialitätenkaffee. Im Gegensatz zu „Kaffeespezialitäten“ ist speciality coffee eine feste Qualitätsbezeichnung in der Kaffeewelt, die sehr gute Ware ab einem bestimmten „cuppingscore“ erhält.
    Was die Schadstoffbelastung angeht, so sind neben (bei schlechten Qualitäten oder falscher Lagerung- die allerdings auch nach der Analyse auftreten kann (!) Toxinen auch die Acrylamidwerte zu beachten. Die bilden sich bei unsachgemäßer und sehr scharfer Röstung. Hellere Bohnen, die sanft und gleichmäßig durchgeröstet sind haben die niedrigsten Werte.
    Es gibt inzwischen dankenswerterweise wieder viele gute Kleinröstereien, die sehr gute Arbeit machen. Es lohnt sich ein Blick auf die thirdwavewichteln googlemap, die ausschließlich speciality coffee listet. Auch die zugehörige Facebookgruppe gibt wertvolle Infos.
    Meine Kaffees sind von hotroastedlove in Bielefeld.

    Antworten
    • Nico Richter //

      Hallo Linda,
      danke für dein Feedback. Wir haben mal unseren Testsieger direkt nach Feedback gefragt und hier zusammengefasst

      1. Zum Thema Fair vs. Direct Trade: Die Kooperative ist Fair Trade zertifiziert. Durch die Mehreinnahmen konnte in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Kaffeequalität erreicht werden. Die steigende Qualität führte dazu, dass diese Kooperative für Direktimporteuere interessant wurde, da sehr hohe „Cuppingscores“ erzielt wurden. Wir beziehen unseren Kaffee über einen solchen Direktimporteur. Dadurch sind die Einnahmen für die Kooperative wiederum gestiegen, da der Direktimportpreis in der Tat über dem Fair Trade Preis liegt. Dieses Beispiel zeigt, dass Fair Trade auch eine Chance für Kooperativen darstellen kann. Insbesondere da bisher nur ein sehr kleiner Teil der Kaffeebauern in den Genuss des Direkthandels kommen.

      2. Kaffeespezialitäten: Unsere diversen Test verschiedener Sorten fanden ausschließlich im Spezialitätenbereich statt. Diese hochwertigen Kaffees sind aber nicht automatisch „sauber“ im Sinne unserer Ansprüche.

      3. Acrylamid ist nicht unumstritten. Metastudien konnten keine gesundheitsschädlichen Wirkungen ausmachen. Allerdings ist immer die Frage, wer diese Studien beauftragt. Alle Kaffeeexperten sind sich einig, dass die verbrannten 3-Minuten-Röstungen der Massenware nicht wünschenswert sind – nicht nur aus Acrylamid-Gesichtspunkten. Ob nun eine langsame dunklere Röstung (z.B. bei hochwertigen Espressi) schädlich ist, können wir nicht beurteilen. Denn diese weist auch höhere Acrylamidwerte auf. In Sachen Bekömmlichkeit zeigen unsere Untersuchungen, dass die Verträglichkeit mit längerer (schonender) Röstung zunimmt, da die Säure reduziert wird.

      (Info von Jan Engling / 360° rundum ehrlich)

      Antworten
      • Linda //

        Hey,
        Vielen Dank für eure Initiative und euer Feedback! Das fair trade auch zu direct trades führen kann ist natürlich prima. Schön aber auch, wenn die Kooperativen ohne Zwischensteps Direkthandelsbeziehungen aufbauen können.
        Die Sache mit den Säuren im Kaffee ist sehr komplex, und bisher habe ich keine verlässlichen Studien gesehen, die eine direkte Verbindung von Säuren im Kaffee und Magen-Darmreaktionen belegen. Chlorogensäure, die oft genannt wird, ist auch in relativ hohen Konzentrationen in für den Magen sehr gut verträglichen Lebensmitteln wie Kartoffeln. Und auch grüner, roher Kaffeeaufguss wird inzwischen als Getränk angeboten. Kaffee hat sehr viele unterschiedliche Säuren, auch viele nur aromatisch relevanten Säuren. Und: das Koffein selbst regt über den Umweg über das Nervensystem die Verdauungsorgane an. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich lediglich berichten, dass ich auch heller geröstete Kaffees mit um die 12 bis 14 min. bei ansteigend bis zu 210 Grad sehr gut vertrage. Bin aber für jede Quelle bezüglich Säuren und Verträglichkeit dankbar!
        Beste Grüße, Linda

        Antworten
      • Linda //

        Ach ja, falls ihr bezüglich der Acrylamide diese Studie meint: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.29339/pdf
        so ist „konnten keine gesundheitsschädlichen Wirkungen ausmachen“ meines Erachtens nicht ganz korrekt. Auf Seite 2 steht: „When they narrowed the analysis to people who had never smoked, dietary acrylamide appeared to
        slightly increase risk of endometrial and ovarian cancer as well.“ Ein leicht erhöhtes Risiko besteht also durchaus, deshalb bin ich lieber nach wie vor vorsichtig mit der Menge sehr dunkler Röststoffe – was auch für gegrilltes, scharf gebratenes und frittiertes gilt.
        Besten Gruß, Linda

        Antworten
  8. innergieAkademie //

    Wow das ist ja eine tolle Gegenüberstellung! Mich würde jetzt sehr interessieren, wie genau bei Paleo der Kaffee genossen wird, mit viel Fett heißt es im Text? Ich finde wenn es um gesund oder nicht gesund geht kommt es auch sehr auf die Menge an, wie bei vielen anderen Dingen auch. Für mich ist klar, dass Kaffee in täglicher größerer Dosis nicht gesund ist, das ist eindeutig.

    Antworten
  9. Dirk P. //

    Hallo,
    Gott-sei-Dank habe ich eine kleine Kaffeerösterei „direkt“ vor der Haustür: Bio-Qualität, in geringen Mengen geröstet, verschiedene Qualitäten und (so versprechen es die Besitzer) kommt beim Anbauer mehr an als mit Fair-Trade. Natürlich etwas teurer als Im Supermarkt, kann aber mit den o.g. Preisen absolut mithalten. Sogar im Shop direkt beim Erzeuger über das Internet zu bestellen. Da ich hier bewusst keine Werbung machen möchte, kann sich Nico gerne per Mail an mich wenden, wenn er diesen Kaffee auch testen möchte… Dann gibt’s die Adresse ;-)

    Antworten
  10. Simon Hirschhofer //

    Hy Leute.

    Ich röste meinen Kaffee seit Jahren selber. Ich habe einen sehr empfindlichen Magen und bekomme schon bei wenig Chlorogensäure echt Schmerzhafte Magenkrämpfe.

    Das ist der Fall bei einer indurstriellen, schnellen Röstung meist unter 10 Minuten.

    Chlorogensäure wird mit zunehmender Röstdauer (das heisst nicht Röstgrad, denn ich kann auch sehr helle Kaffeebohnen durch eine 15 Minütige Röstung erhalten) abgebaut. Dabei geht auch ein Teil des Koffeins verloren, weil dieses bei 180° zu sublimieren beginnt (ein Grund, warum „schlechter“ Kaffee viel nervöser macht.

    Durch die langsame Röstung von 12 bis 20 Minuten Dauer wird der Kaffee auch süsser und je nach Temperaturgestaltung ändert das Aroma und der Geschmack bei der gleichen Kaffeesorte.

    Für mich gibt es deshalb keinen besten Kaffee – das hängt vom Jahrgang (Regen, Sonne, Nährstoffe im Boden), der Erntemethode, der Aufbereitung (Nass oder Trocken), meinem Zustand beim Rösten (Müdigkeit ist eine schlechte Basis :) ) und schlussendlich natürlich dem jeweiligen Rohkaffee ab.

    Generell mag ich aber eher Sorten aus Afrika, allen voran Äthiopien Region Sidamo oder Kaffa, beziehungsweise Tansania Region Mt. Meru.

    PS: Da gibt es einen kleinen Fehler: Gerntet werden keine Bohnen, sondern Kirschen – erst nach der Aufbereitung (Nass oder Trocken) und dem darauf folgenden Abtrennen der Pulpe (das Fruchtfleisch der Kirsche) und der Pergamenthaut (einer weiteren Schutzschicht) spricht man von Bohnen.

    Sonst aber ein interessanter Vergleich :)

    Liebe Grüsse

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Simon, danke dir für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Und danke für das aufmerksam machen auf den Fehler, haben es im Artikel mit eingebaut :)

      LG, Anja

      Antworten

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